Polterabend oder Folterabend

Der Brauch

Die Herkunft des Polterabends

Das erste Mal wurde bereits im antiken Griechenland vor der Hochzeit eines Spartaners eine Abschiedsfeier vom Singleleben für den Bräutigam veranstaltet.

Entgegengesetzt vieler Meinungen, dass diese Abschiedsfeier ihre Tradition in Amerika gewonnen hat, bekam der Polterabend, so wie wir ihn heute kennen, seine Bedeutung in England, wo er als Stag Party gefeiert wird. Bei der englischen Variante strecken sich die Feierlichkeiten häufig über mehrere Tage.

Die geschichtliche Entwicklung

Durch die englischen Einwanderer wurde schließlich der Polterabend in Amerika bekannt, allerdings gewann er dort unter der Bezeichnung Bachelor Party seine Bedeutung. Durch englische und amerikanische Besatzer nach dem zweiten Weltkrieg schwappte dieser voreheliche Brauch aufs europäische Festland. Bevor die englische und amerikanische Auslegung des Polterabends in Deutschland Einzug erhielt, interpretierten die Deutschen den Junggesellenabend etwas nüchterner. Der zukünftige Bräutigam bekam bei einem Gespräch mit seinem Vater Weisheiten und Ratschläge für die Ehe mitgeteilt. Heutzutage kennen die Deutschen die Abschiedsfeier unter dem Namen Junggesellenabschied für den Bräutigam und Junggesellinnenabschied für die Braut.

Der heutige Polterabend

In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist es üblich, entgegen der amerikanischen Tradition, den Polterabend nicht am Vorabend der Hochzeit zu veranstalten, sondern eher ein bis zwei Wochen vor der Hochzeit.

Die Abschiedsfeiern im deutschsprachigen Raum sind weitestgehend identisch und so muss die Junggesellin bzw. der Junggeselle verschiedene lustige Aufgaben und Spiele absolvieren. Häufig werden auch Strip-Shows und Stretchlimousinen gebucht. Viele Polterabendgruppen lassen sich anlässlich dieser Party einheitliche T-Shirts für den Polterabend bedrucken.